Eigenschaften laut Hersteller
Die Angaben stammen aus den Produktbeschreibungen der Anbieter. Wir haben die Gewebe nicht selbst belastet oder über Jahre beobachtet. Aussagen zur Haltbarkeit sind daher Herstellerangaben oder unsere Einordnung.
Fiberglas: Onpira Fliegennetz Meterware
Das Netz wird als Meterware in 120 cm Breite angeboten, Farbe schwarz. Laut Hersteller besteht es aus Fiberglas mit Sicherheits-Kunststoffüberzug und ist reißfest. Im Titel nennt der Anbieter es 10-mal reißfester als Standard-Fliegengitter, UV-beständig und luftdurchlässig. Es ist zuschneidbar für Fenster, Türen und andere Öffnungen und laut Anbieter für Haushalte mit Haustieren gedacht. Eine feine Maschenstruktur soll klare Sicht geben, eine Zahl zur Maschenweite fehlt.
Edelstahl: Stahlia Edelstahl-Fliegengitter
Das Gewebe wird laut Hersteller in Ihrer Wunschlänge von der Rolle geschnitten, hier 100 x 300 cm. Die Maschenweite beträgt 1,2 x 1,2 mm. Der Anbieter nennt es nicht rostend, tritt- und bissfest. Die geschlossenen Maschen links und rechts sollen für Stabilität sorgen. Einsatzgebiete laut Hersteller sind Türen, Spannrahmen, Lichtschächte, Luftschächte und Regenrinnen, außerdem Schutz vor Ratten und Mäusen. Beim Zuschnitt empfiehlt der Anbieter Handschuhe.
Fiberglas und Edelstahl im direkten Vergleich
Die Eignungsbewertung ist unsere eigene Einordnung auf Basis der Herstellerangaben. Wie wir bewerten, erläutern wir unter So vergleichen wir.
| Kriterium | ![]() Onpira Fliegennetz Meterware Fiberglas 120 cm | ![]() Stahlia Edelstahl-Fliegengitter 100 × 300 cm |
|---|---|---|
| Material | ja – Fiberglas mit Kunststoffüberzug | ja – Edelstahlgewebe |
| Reißfestigkeit und Biss | bedingt – reißfest laut Hersteller | ja – tritt- und bissfest laut Hersteller |
| Rostbeständigkeit | ja – kein Rost, UV-beständig laut Hersteller | ja – nicht rostend laut Hersteller |
| Zuschnitt zu Hause | ja – mit Schere zuschneidbar | bedingt – Handschuhe nötig, schwerer zu schneiden |
| Flexibilität beim Einspannen | ja – flexibel, leicht zu verarbeiten | bedingt – steifer, braucht Rahmen |
| Durchsicht | ja – klar laut Hersteller | bedingt – metallisch, Maschen 1,2 mm |
| Fenster, Türen, Spannrahmen | ja – für Fenster und Türen | ja – Türen und Spannrahmen |
| Lichtschächte und Nager | bedingt – nicht dafür ausgelegt | ja – Lichtschächte, Mäuse, Ratten |
| Haustiere | ja – für Haustiere gedacht laut Hersteller | ja – bissfest laut Hersteller |
| Zum Angebot | Verfügbarkeit prüfen* | Verfügbarkeit prüfen* |
Die Tabelle zeigt: Beide Gewebe haben ihre eigene Rolle. Fiberglas ist das Standardgewebe für Fenster und Türen. Edelstahl ist die Spezialvariante für Stellen, an denen mehr als Insekten ferngehalten werden sollen. Die Frage, welches länger hält, lässt sich nicht pauschal beantworten. Edelstahl ist materialbedingt mechanisch robuster. Im Alltag zählt aber, wie Sie das Gewebe einsetzen und ob es eingespannt, gerollt oder getreten wird.
Wann Fiberglas, wann Edelstahl?
Sie bauen ein normales Fliegengitter für Fenster oder Tür
Dann reicht Fiberglas aus. Es lässt sich einfach zuschneiden und in Rahmen einspannen. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Fliegengitter selber bauen.
Ein Lichtschacht soll abgedeckt werden
Hier ist Edelstahl die naheliegende Wahl. Laut Hersteller deckt das Gewebe Lichtschächte, Luftschächte und Regenrinnen ab. Es ist trittfest und rostet nicht. Details zur Abdeckung finden Sie unter Lichtschachtabdeckung.
Mäuse oder Ratten sollen draußen bleiben
Für Nagetiere ist ein Insektennetz aus Kunststoff keine verlässliche Barriere. Edelstahl nennt der Hersteller ausdrücklich dafür. Bei einem echten Schädlingsproblem sollten Sie zusätzlich eine Fachperson fragen.
Katzen oder Hunde kratzen am Netz
Das Fiberglas-Netz ist laut Hersteller für Haushalte mit Haustieren ausgelegt. Edelstahl ist bissfest, aber für ein Wohnraumfenster oft zu steif und metallisch. Eine passende Gewebeauswahl gibt der Hub Katzenschutz am Fenster.
Sie suchen Meterware für viele kleine Projekte
Fiberglas ist die handlichere Wahl: Es lässt sich mit einer Schere kürzen und verwenden. Edelstahl braucht Handschuhe und Werkzeug.
Auf welche Eigenschaften es bei der Haltbarkeit ankommt
Haltbarkeit ist keine einzelne Zahl. Drei Dinge spielen zusammen: Material, Maschenweite und Einsatzort. Ein Gewebe in einem geschützten Rahmen am Fenster ist weniger belastet als eine Abdeckung auf einem Lichtschacht, über die Menschen laufen.
Beim Fiberglas wirkt die Beschichtung als Schutz. Wird sie durch UV-Strahlung, Reinigung oder Krallen angegriffen, kann das Gewebe brüchig werden. Der Hersteller nennt es UV-beständig, doch ein Alterungsverlauf ist nicht angegeben. Beim Edelstahl entfällt die Beschichtung. Die Maschen sind geschlossen und fest. Der Anbieter nennt das Material nicht rostend.
Prüfen Sie das Gewebe einmal pro Saison auf Löcher, ausgefranste Ränder und lockere Befestigungen. Kleine Schäden lassen sich beim Fiberglas oft flicken, wie der Ratgeber Fliegengitter reparieren zeigt. Pflegen Sie beide Gewebe schonend. Wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab und vermeiden Sie harte Bürsten. Mehr dazu im Ratgeber Fliegengitter reinigen. Begriffe wie Fiberglasgewebe, Edelstahlgewebe und Maschenweite erklärt unser Glossar.
Zuschnitt und Verarbeitung
Fiberglas verarbeiten
Das Gewebe lässt sich mit einer scharfen Schere schneiden und in Spannrahmen oder Nutprofile einlegen. Ein Keder oder Kederroller hilft, es straff zu halten. Planen Sie rundum einige Zentimeter Zugabe ein. Beim Kürzen eines fertigen Gitters hilft der Ratgeber Fliegengitter kürzen.
Edelstahl verarbeiten
Edelstahlgewebe ist steifer und hat scharfe Schnittkanten. Tragen Sie Handschuhe und eine Schutzbrille. Nutzen Sie eine Blechschere oder einen Seitenschneider. Geschlossene Randmaschen, wie der Hersteller sie nennt, erleichtern das Handling und verhindern Ausfransen.
Wann Meterware sinnvoll ist
Beide Gewebe werden zugeschnitten geliefert, das Fiberglas als Meterware, der Edelstahl in der gewünschten Länge. Das spart Verschnitt, verlangt aber genaues Messen. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt der Ratgeber Fliegengitter ausmessen.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Breite zu Ihrer Öffnung passt. Das Fiberglas-Netz ist 120 cm breit. Das Edelstahlgewebe liefert der Anbieter laut Beschreibung in Länge und Breite nach Wahl, das hier gezeigte Format ist 100 x 300 cm. Für sehr breite Öffnungen mit dem Fiberglas-Netz müssen Sie Bahnen stoßen oder ein anderes Format wählen. Bestellen Sie lieber ein paar Zentimeter mehr, denn zu kurz geschnittenes Gewebe lässt sich nicht verlängern.
Die beiden Gewebe im Überblick
Das Fiberglas-Netz ist das Allround-Gewebe für Fenster und Türen. Es ist günstig, flexibel und leicht zu verarbeiten. Die Grenzen: Es ist kein Schutz gegen Nager, und die Maschenweite nennt der Hersteller nicht.

Onpira Fliegennetz Meterware Fiberglas 120 cm
Ideal für: Fenster, Türen und Haushalte mit Haustieren
- Meterware, 120 cm breit
- Reißfest laut Hersteller
- UV-beständig laut Hersteller
- Kein Nagetierschutz
- Maschenweite nicht angegeben
Das Edelstahl-Gewebe ist die robuste Spezialvariante für Lichtschächte und Schutz vor Nagern. Es braucht Handschuhe beim Zuschnitt und eignet sich nicht für jedes Wohnraumfenster.

Stahlia Edelstahl-Fliegengitter 100 × 300 cm
Ideal für: Lichtschächte und Nagerschutz
- Nicht rostend laut Hersteller
- Tritt- und bissfest laut Hersteller
- Maschenweite 1,2 x 1,2 mm
- Handschuhe beim Zuschnitt nötig
- Steifer als Fiberglas
Alternativen und weiterführende Vergleiche
Einen Überblick über Gewebearten finden Sie im Hub Fliegengitter-Gewebe. Für Schächte lohnt der Blick auf die Seite Lichtschachtabdeckung. Wer ein Netz für einen Rahmen sucht, findet im Vergleich Teleskoprahmen oder Alu-Bausatz weitere Anhaltspunkte.
Fazit
Für Fenster und Türen ist Fiberglas die sinnvolle Standardwahl. Für Lichtschächte und Nagerschutz ist Edelstahl robuster und passender. Die Frage nach der Haltbarkeit hängt vom Einsatzort ab.
Häufige Fragen
Hält Edelstahl länger als Fiberglas?
Mechanisch ist Edelstahl robuster, weil er nicht rostet und bissfest ist. Für Wohnraumfenster reicht Fiberglas im Normalfall aus. Entscheidend ist der Einsatzort.
Kann ich Edelstahlgewebe selbst zuschneiden?
Ja, aber mit Handschuhen und geeignetem Werkzeug. Der Hersteller empfiehlt Handschuhe, weil die Schnittkanten scharf sind.
Reicht Fiberglas gegen Mäuse?
Nein, dafür ist es nicht ausgelegt. Für Nagetiere nennt der Hersteller das Edelstahlgewebe.
Welche Maschenweite hat das Gewebe?
Für das Edelstahlgewebe nennt der Hersteller 1,2 x 1,2 mm. Beim Fiberglas-Netz fehlt die Angabe, es gibt nur den Hinweis auf eine feine Maschenstruktur.



