Ein Gewebe ist wie ein Sieb: Je enger die Maschen und je dicker die Fäden, desto stärker bremst es den Luftstrom. Bei kleinen Fenstern oder im Sommer ohne Wind merken Sie das schnell. Wer viel Frischluft möchte, wählt ein offenes Gewebe. Wer Pollen aussperren will, akzeptiert dagegen eine geringere Durchlüftung. Ein Vergleich ist nicht ganz einfach, weil Hersteller die Luftdurchlässigkeit selten angeben. Als Faustregel gilt: Wer viel Frischluft braucht, sollte nicht das feinste Gewebe nehmen. Ist der Raum klein oder windstill, merken Sie den Unterschied am stärksten. Öffnen Sie dann das Fenster ganz, sofern es die Bauart erlaubt, und nutzen Sie Querlüftung.
Praxisbeispiel
In einer Dachwohnung staut sich die Hitze. Ein sehr feines Gewebe verschärft das Problem, weil es die Zugluft bremst. Ein Standardgewebe lässt den Luftaustausch deutlich besser zu.
Passt zu
Tipps zum Lüften an heißen Tagen lesen Sie im Beitrag Wohnung kühlen.
Verwandte Begriffe
Mehr dazu: Maschenweite, Pollenschutzgewebe und Lichtdurchlässigkeit.